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SICHER ABNEHMEN - Kommerzielle Produkte

Wer im Stehen die Zehenspitzen nicht mehr sehen kann, ist sicher zu dick. Aber auch wenn die Hosen plötzlich zwicken, fühlt man sich unwohl. Die Blitzdiät soll nun zur idealen Strandfigur führen. Aber garantieren solche Schnelldiäten dauerhaftes Abnehmen?

  • Richtig abnehmen. Schlankheitsmittel helfen nicht, wenn Sie Ihr Gewicht langfristig reduzieren und auch halten möchten. Nur eine konsequente Umstellung Ihres Lebensstil hilft Ihnen: Ernähren Sie sich ausgewogen und treiben Sie Sport. Tipps für eine gesunde Ernährung finden Sie im Online-Special. Hilfe für die ganze Familie bietet das Buch „Familie in Form“. Eine Alternative zu Schlankheitsmitteln kann auch die richtige Diät sein. Die Stiftung Warentest hat 90 Diäten getestet und sagt, welche geeignet sind.
  • Hilfe holen. Wenn Sie das Abnehmen nicht allein schaffen, können Sie sich an Ihre Krankenkasse oder eine Ernährungsberaterin wenden.

Übergewicht alles halb so schlimm?

Gestern

Was ist das Idealgewicht? Betrachten wir die Vorstellungen der letzten Jahrhunderte, dann stellen wir fest, dass das Schönheitsideal von Epoche zu Epoche verschieden war. So wurden z.B. dicke Männer als stattlich, mächtig, majestätisch bezeichnet. Sie flößten Respekt ein, oft bestand ein Zusammenhang zwischen Körpermasse und Macht. Nach dem Motto: Man kann es sich leisten, gut und viel zu essen.

Ganz anders bei den Frauen. Hier wurde die Körperfülle eher mit Schönheit und der Pflicht, zu gefallen, in Zusammenhang gebracht. So war die römische Venus genauso füllig wie die Schöne in der Spätgotik, in der Renaissance waren üppige Formen genauso beliebt wie im Barock. So hat denn auch ein französischer Arzt 1825 eine Diät entwickelt für Damen, die unter dem schrecklichen Übel der Magerkeit litten.

Heute

Ob ein Mensch zu dick, zu dünn oder gerade richtig ist, lässt sich heute mit dem sogenannten Body- Mass-Index (BMI) überprüfen. Er beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und steht in Wechselwirkung mit der Menge körperlichen Fettgewebes.

Der BMI gilt weltweit als Orientierung für das Sollgewicht eines Erwachsenen und hat sich eingeschränkt auch zur Bestimmung von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter international durchgesetzt.

Erhöhung der Sterblichkeit (Mortalitätsrisiko) abhängig vom BMI?

Es gibt Hinweise darauf, dass mäßiges Übergewicht die Lebenserwartung sogar erhöht. Dies gilt besonders, wenn trotz leichtem Übergewicht sich die Person viel bewegt und Sport treibt. Neue Studien belegen, dass sich ein erhöhter BMI auf die Gesamtmortalität mit zunehmendem Alter abschwächt.

Eine grundsätzliche Frage ist, wie sinnvoll es ist das Körpergewicht mit der Mortalität zu korrelieren. Die Daten werden durch die vielen Variablen leicht verfälscht. z. B.:

  • Raucher haben im Durchschnitt ein niedrigeres Körpergewicht aber eine höhere Mortalität.
  • Ein häufig deutlich schwankendes Körpergewicht, aufgrund von Diäten, stellt langfristig ein größeres Gesundheitsrisiko dar als ein unbehandeltes leichtes Übergewicht.

Eine neue klinische Studie ergab, dass erst ab einem BMI zwischen 30 und 35 sich die Lebenszeit um 2 bis 4 Jahre verkürzt. Bei einem BMI zwischen 40 und 45 verkürzte sich die Lebenserwartung um 8 bis 10 Jahre. Übrigens, auch Raucher verlieren durchschnittlich 8 bis 10 Jahre ihrer Lebenszeit.

Hier geht’s zum Body-Mass-Rechner

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